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RomantikRomantik: Bedeutende Kunstepoche, nicht nur für VerliebteDie Romantik bezeichnet die kunsthistorische Epoche zwischen 1795 und 1848. Im Gegensatz zur Realität glorifizierte man vor allem Ungreifbares.Mit dem Beginn des industriellen Zeitalters und den aufblühenden Naturwissenschaften sehnten sich viele Künstler am Ende des 19. Jahrhunderts wieder zurück zum Geheimnisvollen, Schönen und Traumhaften. Damit standen ihre Werke oftmals im krassen Gegensatz zur Realität, die nach ihren Ansichten vor allem durch Nützlichkeitsdenken, Profit und Verwertbarkeit geprägt wurde. Der Alltag des Bürgertums wurde von den Romantikern als grau und eintönig gesehen. Die Zeit des Mittelalters hingegen erschien ihnen noch voller Mystik und Fantasie. So diente das düstere Zeitalter oft als Grundlage und Vorbild vieler romantischer Werke. Dabei wurden einzig die scheinbar vorteilhaften und nahezu magischen Seiten der Epoche behandelt. Sei es die Einigung der Menschen durch den christlichen Glauben oder die Ursprünglichkeit der Seele. Sie erschufen schöne aber in der Regel verklärte Gegenwelten, die man unter dem Begriff Poesie zusammenfasste. Im Gegensatz zur Epoche der Klassiker glaubte man nicht an die Veränderbarkeit des Menschen. Man versuchte keine Ideale einzuführen, die Gesellschaft zu verbessern oder Bildung und Ziele zu vermitteln. Statt dessen schien eher die Flucht vor der Realität im Vordergrund zu stehen. Obwohl man Goethes Werke dabei zum Teil verehrte, lehnte dieser die Romantische Bewegung sogar ab. Allerdings wurde so gut wie alle intellektuellen Bereiche auch außerhalb der Kunst nachhaltig durch die Romantik geprägt, sei es die Philosophie, Religion oder Politik. Man unterteilt die Romantik in zwei verschiedene Epochen. Die noch sehr theoretisch und philosophisch angehauchte Frühromantik wurde dabei beispielsweise besonders durch Friedrich Schlegel mit seinem Roman „Lucinde“ geprägt, aber auch durch Ludwig Tieck mit der „Der gestiefelte Kater“ oder „Herzensergießung eines kunstliebenden Klosterbruders“. In der Hoch- und Spätromantik standen Werke wie Joseph von Eichendorffs „Aus dem Leben eines Taugenichts“ oder Werke der Gebrüder Grimm wie „Kinder und Hausmärchen“ im Vordergrund. Besonders von Bedeutung ist auch das Lebenswerk von Heinrich Heine, dem wohl populärsten romantischen Lyriker. Dieser zeigte Besonders die Gegensätzlichkeit der Zeit auf, und wollte ihm Gegensatz zu vielen seiner Kollegen nicht aus der Wirklichkeit entfliehen. So widmete er sich auch politischer Dichtung und ironischen Versen über die ihn umgebenden Zustände. |
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