Schlafmedizin hilft das Problem des Schnarchens zu lösen. In vielen Familien gilt es immer noch als Kavaliersdelikt, wenn Männer oder auch Frauen schnarchen. Das laute Sägen wird belächelt. Doch für manche Ehepartner ist das Schnarchgeräusch letztlich unerträglich. Sie leiden dann selbst unter Schlafmangel und fühlen sich auch tagsüber wie gerädert. Dabei können auch die Schnarcher selbst gesundheitliche Schäden davon tragen, ohne dass sie es selbst merken.
Die moderne Schlafmedizin stellt zum Beispiel fest, warum jemand tagsüber ständig müde ist. Dann droht der gefährliche Sekundenschlaf. Stellen sie sich vor, ein Autofahrer schläft während dem Fahren ein. Undenkbar, was da alles passieren kann. Es gibt aber viele Menschen, denen das so geht. Sie müssen sich nur hinsetzen und schon schlafen sie vor Erschöpfung ein. In einem Schlaflabor kann man herausfinden, woran das liegt. Manche Schnarcher machen nämlich nicht nur Geräusche, sondern erleiden nachts regelrechte Aussetzer, bei denen sie das Atmen vergessen und sogar das Herz unregelmäßig schlägt. Die Nacht ist für diese Menschen nicht erholsam, sondern regelrechter Stress.
Wird ein solcher unruhiger Schlaf im Schlaflabor diagnostiziert, dann kann in einzelnen Fällen dem Schnarcher eine Art Sauerstoffmaske verschrieben werden. Mit diesem Gerät wird verhindert, dass der Schnarcher nachts die gefürchteten Aussetzer hat. Die erhöhte Sauerstoffsättigung gibt ihm die Garantie für einen erholsamen Schlaf. Dadurch ist der Patient der Schlafmedizin auch tagsüber fitter. Und ganz nebenbei hat auch das Schnarchen ein Ende.
Die moderne Schlafmedizin beschäftigt sich aber nicht nur mit Schlafstörungen, sondern auch mit Schlafgewohnheiten. Es gibt viele Menschen, die einfach nicht nachts durchschlafen können. Das ist nicht weiter schlimm, wenn man nach dem Aufwachen wieder problemlos einschlafen kann. Denn die Schlafphasen - und das zeigt die Schlafmedizin - werden immer von sogenannten Remphasen unterbrochen. Im Labor stellt man Remphasen durch sogenannte schnelle Augenbewegungen fest. Der Patient schläft dann unruhiger. Wer morgens fit sein möchte, der muss seine Schlafzyklen so timen, dass er während einer Remphase aufstehen kann. Denn das Erwachen und Aufstehen während der Leichtschlafphase ist wesentlicher einfacher, als wenn man aus dem Tiefschlaf gerissen wird.
