Dezimale Ziffern sind Bestandteil der deutschen Postleitzahlen. So werden geographische Gebiete akkurat bestimmten Zahlenfolgen zugeordnet. Des Weiteren existieren noch spezielle Postleitzahlen für Großkunden oder Postfachschränke. Auch in vielen anderen Ländern auf der Welt gibt es Postleitzahlen, die sich jedoch von den in Deutschland verwendeten unterscheiden. So bevorzugen manche Staaten entsprechende Postleitzahlen als Buchstaben- und Ziffernkombinationen, während bei uns reine Ziffernfolgen zum Einsatz kommen. Neben dem Namen des Empfängers, der genauen Adresse und dem Ort darf auch die Postleitzahl auf einem Brief nicht fehlen.
Die Postleitzahlen sind eine verhältnismäßig neue Erfindung. Ihren Anfang nahm diese Form der geografischen Zuordnung in der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts. Zwar gab es damals noch keine Postleitzahlen, so wie wir sie heute kennen, aber ein System von Ringnummernstempeln gewährleistete damals, dass bestimmte Orte aus einem Zahlencode erkennbar waren. In Deutschland wurden erstmalig Postleitzahlen im Jahr 1941 eingeführt, zunächst gab es aber lediglich zweistellige. Nach der Teilung Deutschlands wurden in der BRD im Jahre 1962 vierstellige Postleitzahlen eingesetzt.
Die DDR zog im Jahr 1965 nach und offerierte ebenfalls ein vierstelliges System, das aber Unterschiede zur westdeutschen Systematik aufwies. Nach der Wiedervereinigung erfolgte dann eine Umstellung aller deutschen Postleitzahlen auf ein fünfstelliges System, das bis heute Verwendung findet. Die Verwendung der fünfstelligen Postleitzahlen vereinfacht die Automatisierung der Briefverteilung erheblich. Es sind lediglich zwei Sortiergänge in Briefzentren nötig, um sie den Zustellern zur Verfügung zu stellen. Für Briefempfänger und –absender geht dies mit verkürzten Zustellungszeiten einher.
Das neue System basiert teilweise auf dem in Ostdeutschland früher verwendeten Prinzip, indem die Zustellbezirke in die Postleitzahlen integriert wurden. Auch Großempfänger bekamen eine eigene Postleitzahl zugewiesen. In Deutschland bestehen derzeit ungefähr dreißigtausend Postleitzahlen. Einen Überblick über die speziellen Ziffern können Interessenten in den extra herausgegebenen Postleitzahlenbüchern gewinnen. Auch CD-ROMs mit den Postleitzahlen erscheinen regelmäßig und im Internet besteht gleichfalls die Möglichkeit zur Abfrage der einzelnen Postleitzahlen.
