Briefaufbau

Richtiger Briefaufbau sorgt für einen guten Eindruck

Regeln für den richtigen Briefaufbau gibt es eine ganze Menge. Die wichtigsten sollte man kennen. Den Rest schlägt man bei Bedarf in einem Ratgeber nach.

Der richtige Briefaufbau ist einer von mehreren Erfolgsfaktoren für ein Schreiben. Während es im Privatbereich kaum darauf ankommt, sollte sich ein Geschäftsbrief, ein Bewerbungsschreiben und andere professionelle Kommunikation nach bewährten Regeln richten.

Während manche Regeln nahezu verbindlich oder sogar rechtlich geboten sind, gehören andere eher zu den Stilfragen. Offizielle Normen stellen dabei eine wichtige Orientierungshilfe dar, allerdings ist eine starre Anwendung nicht zu empfehlen, sondern sollte ihre Anwendung mit Blick auf den Empfänger erfolgen. Die numerische Datumsschreibweise in Form von Jahr-Monat-Tag dürfte immer noch viele Menschen irritieren.

Ähnlich wie bei Umgangsformen sind Regeln für den Briefaufbau dem gesellschaftlichen und technischen Wandel unterworfen. Das Wort Betreff etwa wird heute nicht mehr auf den Brief geschrieben, doch ist ein Betreff nach wie vor ein wichtiger Bestandteil, denn er hilft dem Empfänger, das Schreiben inhaltlich gleich richtig einzuordnen. Deshalb wird er teilweise sogar als wichtigster Teil eines Briefes bezeichnet. Anstatt Betreff also auszuschreiben, ist es üblich, den Betreff in Fettdruck oder in einer größeren Schrift zu drucken.

Was früher einmal richtig war, kann heute falsch sein oder zumindest unangebracht. Die Anrede Fräulein wird nicht mehr gerne gesehen, falsch ist sie nicht.

Obwohl es heute eine Fülle von Regeln und Normen gibt, die sich mit dem korrekten Briefaufbau beschäftigen, bestehen heute andererseits Freiheiten, die es früher nicht gab, etwa bei der Anrede oder Schlussformel. Je nach Anlass und Empfänger ist hier eine gewisse Kreativität nicht verkehrt. Mit freundlichen Grüßen kann man zwar noch schreiben, gilt jedoch zunehmend als konservativ oder einfallslos.

Einige Regeln sind der technischen Entwicklung geschuldet. Der Einsatz von Fensterbriefumschlägen ergibt einfach keinen Sinn, wenn Anschrift des Empfängers und die Absenderadresse nicht an der richtigen Stelle stehen, denn dann liegen sie möglicherweise nicht im sichtbaren Bereich des Fensters.

Die wichtigsten Grundregeln für den Briefaufbau sollte man im Kopf haben, doch für Sonderfälle bzw. Anwendungsfälle, mit denen man nicht ständig zu tun hat, reicht ein Ratgeber im Regal neben dem Schreibtisch, bei dem man bei Bedarf nachschlagen kann. Nebenbei lernt man dabei eine Menge über gutes Schreiben nicht allein von Briefen.

Was die technische Seite beim Briefaufbau angeht, ist es eine gute Idee, sich professionelle Dateivorlagen für das eigene Textverbeitungsprogramm zu besorgen. Sammlungen mit Briefvorlagen und Mustertexten gibt es bereits für wenig Geld und manchmal sogar kostenlos im Web.

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