Es ist immer wieder erschreckend zu hören, wie viel Kinderarbeit in der Welt geleistet wird. Besonders in der dritten Welt werden täglich Millionen von Kindern ausgebeutet: Für einen Hungerlohn müssen die Kinder sehr hart arbeiten. Ein sehr großer Teil dieser Produkte wird in die westliche Welt, also auch nach Deutschland geliefert. Hierbei ist anzumerken, dass das Spektrum an Produkten deutlich größer ist, als viele Menschen annehmen.
Längst nicht nur Teppiche werden von Kindern geknüpft – hierbei handelt es sich um eine typische Klischeevorstellung. In der Realität erstreckt sich die Kinderarbeit über sehr viele Bereiche. Ganz egal ob es um die mühsame Ernste von Kaffeebohnen oder um die Bearbeitung von Natursteinen geht: Vielen Ortes werden diese Arbeiten von Kindern erledigt. Die Kinder arbeiten unter ganz schlechten Bedingungen und werden zudem nur schlecht bezahlt.
Am besten lässt sich dieses Problem eindämmen, indem entsprechende Produkte gar nicht erst gekauft werden. Allerdings ist dies leichter gesagt als getan, denn wie bereits erwähnt wurde, erstreckt sich die Kinderbeschäftigung über die verschiedensten Bereiche. Aus diesem Grund kann es einem sogar relativ schnell passieren, dass unwissend entsprechende Produkte auf dem Markt erwirbt.
Dennoch existieren Wege und Möglichkeiten, um das Problem zumindest teilweise einzudämmen beziehungsweise um Produkte zu kaufen, die nicht von Kindern gefertigt wurden. Einer dieser Wege besteht darin, ausschließlich bei namhaften Herstellern zu kaufen. Natürlich reicht ein hoher Bekanntheitsgrad nicht aus: Auch um den Ruf den Herstellers oder Händlers muss es gut bestellt sein. Gerade in Bereichen, in denen Kinderarbeit vergleichsweise häufig eintritt, sollte man sich von den Händlern entsprechende Zertifikate oder andere schriftliche Nachweise zeigen lassen, die zweifelsfrei belegen, dass die Produkte nicht von Kindern gefertigt wurden.
Heutzutage gibt es immer mehr Unternehmen, die diesen Weg gehen und sich darum bemühen, entsprechende Nachweise zu erbringen. Als Kunde sollte man ruhig einmal nachfragen und sich nach der Herkunft der Produkte sowie deren Produktionsweise erkundigen. Insbesondere wenn Händler mit vergleichsweise niedrigen Preisen aufwarten, gilt es vorsichtig zu sein: In solchen Fällen steigt die Wahrscheinlichkeit, dass diese von Kindern gefertigt wurden.
